Seit ein paar Tagen ist es raus: Das iPad 2 ist eine Kampfansage

Foto: Apple

Viele haben vermutlich die Vorstellung des iPad 2 von Steve Jobs vor Kurzem in Berichten verfolgen können. Trotz schwerer Krankheit hat er es sich nicht nehmen lassen können, es selber vorzustellen und das soll schon was heißen. Wer weiterliest, der wird auch schnell merken, dass das in vielerlei Hinsicht ein deutliches Zeichen ist.

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Auf den ersten Blick hat sich nichts und alles verändert. Die Frontseite spiegelt das Vorgängermodell wieder. Allerdings wurde das iPad 2 dem iPhone 4 angepasst. Das hat im Gegensatz zum iPhone 3 eine gerade Rückseite, um besser auf einer Unterlage zu liegen. Die gleiche ebene Unterseite wurde auch beim iPad 2 verwendet, um eine bessere Auflagefläche zu gewähren. Gleichzeitig ist es sogar dünner beziehungsweise flacher als das iPhone 4 aus und etwa 1/3 dünner als das erste iPad. Der angebissene Apfel bedeutet oft vorbildliches Design, exzellente Verarbeitung und einen hohen Preis. Dadurch waren viele von dem oft vorhandenen Leistungsdefizit enttäuscht.

Das scheint sich Apple zu Herzen genommen zu haben. Denn im Inneren des iPad 2 schlummert ein Prozessor mit 1 GHz. Allerdings als Dual Core. Somit wurden die Kerne verdoppelt. Mehr ist gewohnheitsbedingt nicht zu erfahren. Auch der Arbeitsspeicher bleibt wohl geheim. Zwar ist das nur Spekulation, aber man kann davon ausgehen, dass es sich um mindestens 512 MB handelt, wobei 1.024 MB wohl wahrscheinlicher sind. Beim Grafikprozessor dürfen sich die Blogger und Journalisten ebenso den Kopf zerbrechen. Erfahrungsgemäß verschweigt der amerikanische Hersteller jegliche Info.

Foto: Apple

Neben dem dürftigen Informationsfluss wurde das Display ebenfalls nicht verändert. Warum auch? Displaytechnisch ist Apple immer noch ausgezeichnet bestückt. 9,7 Zoll sind für ein Tablet auch in Ordnung. Bei der Auflösung hätte man eventuell noch etwas drehen können, aber 1.024×768 sind eigentlich ausreichend. Wir wollen ja nichts schlecht reden, was überhaupt nicht schlecht ist. Über die zwei Kameras werden sich einige Käufer des iPad 2 allerdings freuen, die gab es beim “alten iPad Modell” nämlich nicht. Die Rückwärtige ist weiterhin für Videos und Fotos zuständig, während die Frontkamera eher für Selbstporträts und vor allem für den Video-Chat “FaceTime” zum Einsatz kommen wird.

Ein weiteres Highlight ist die Möglichkeit des Anschlusses an den Fernseher via HDMI. So sollen Bilder und angeblich auch Videos in 1.080p dargestellt werden. Sogar die Rotationsfunktion des iPad 2 soll übernommen und automatisch angeglichen werden. Die Zeiten einer extra Tablet PC-Tasche werden wohl auch der Vergangenheit angehören. Denn es gibt ein sogenanntes Smart Cover, welches via Magnethalterung angebracht werden kann. Dieses wird vom iPad automatisch erkannt und ersetzt so im Prinzip den Ein- und Ausschalter. Das Mikrofasertuch auf der Innenseite ist quasi selbstreinigend. Das Smart Cover ist gleichzeitig faltbar und somit als „Ständer“ einsetzbar. HDMI-Adapter und Smart Cover sind aber nicht im Lieferumfang enthalten, aber eine sinnvolle Investition.

Hier noch einmal alle Spezifikationen des iPad 1 und iPad 2 im Überblick:

iPad 2 (2011) iPad 1 (2010)
Größe (HxBxT) 241,2 x 185,7 x 8,8 Millimeter 242,8 x 189,7 x 13,4 Millimeter
Gewicht 601 Gramm (WLAN-Modelle), 613 Gramm (3G-Modelle) 680 Gramm (WLAN-Modelle), 730 Gramm (3G-Modelle)
Display 9,7 Zoll, 1024 x 768 Pixel, LED-Hintergrundbeleuchtung, Touchscreen, glänzend 9,7 Zoll, 1024 x 768 Pixel, LED-Hintergrundbeleuchtung, Touchscreen, glänzend
Prozessor 1 Gigahertz Dual-Core Apple A5 1 Gigahertz Apple A4
Speicher 16, 32, 64 Gigabyte 16, 32, 64 Gigabyte
Kamera Rückkamera (HD-Videoaufnahmen mit 720 p, 5-fach Digitalzoom bei Fotoaufnahmen) und Frontkamera (VGA-Video- und Fotoaufnahmen)
Funkverbindung WLAN a/b/g/n, Bluetooth 2.1. 3G-Modell zusätzlich Quadband, UMTS, HSDPA, GSM, EDGE WLAN a/b/g/n, Bluetooth 2.1. 3G-Modell zusätzlich Quadband, UMTS, HSDPA, GSM, EDGE
Akkulaufzeit 10 Stunden (9 Stunden mit 3G-Nutzung), 1 Monat Stand-by 10 Stunden (9 Stunden mit 3G-Nutzung), 1 Monat Stand-by
Weitere Ausstattung A-GPS (nur bei der 3G-Modell), digitaler Kompass, 3,5-Millimeter-Klinkensteckereingang, integrierter Lautsprecher, Mikrofon, Umgebungslichtsensor, 3-Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor A-GPS (nur bei der 3G-Modell), digitaler Kompass, 3,5-Millimeter-Klinkensteckereingang, integrierter Lautsprecher, Mikrofon, Umgebungslichtsensor
Betriebssystem iOS 4.3 iOS 4
Preise 499 – 829 Dollar 379 – 699 Euro (499 – 799 Euro zum Verkaufsstart)
Verfügbarkeit ab 11. März (USA), ab 25. März (26 weitere Länder inkl. Deutschland) seit Mai 2010

Tabelle: Focus.de

In Deutschland soll das iPad 2 schon am 25. März in den Läden erscheinen. Und jetzt noch die angekündigte Kampfansage: Der iPad 2 32GB Preis wird angeblich bei 599 Euro liegen. Die 16GB-Variante wird 100 Euro weniger und das 64GB-Modell 100 Euro mehr kosten. Ich bin mir fast sicher, dass eine derartige Preislage von den mitwerbenden Herstellern auf dem Tablet-Markt definitiv nicht erwartet wurde. Beispielsweise Samsung überlege angeblich schon über eine Preiskorrektur des Galaxy Tab 10.1 angesichts solcher Preisgedanken von Apple. Auch die Vorgänger iPad und Galaxy Tab gibt es aktuell teilweise zu echten Schnäppchenpreisen.

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