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Ratgeber: Strom sparen und Energiekosten senken leicht gemacht

20. Februar 2009 geschrieben von urbi Keine Kommentare


Wenn es um das Thema Stromkosten geht, hört man oft den Ratschlag, dass man den Stromanbieter wechseln soll (das geht zum Beispiel über Strom-Vergleiche wie strom.preis.de) . Doch das allein bringt meistens nur wenig. Sinnvoller ist es, Strom zu sparen.

Dabei muss niemand auf Annehmlichkeiten verzichten. Man kann allein durch einen bewussten Umgang mit elektrischen Geräten im Haushalt eine Menge an Energie sparen. Wie das geht und worauf Sie dabei achten sollten, erklären wir Ihnen hier:

Wo liegen die möglichen Einsparpotenziale

Ein besonderen Blick sollte man bei der Suche der „Stromfresser” vor allem auf ältere Geräte im Haushalt werfen, was wiederum nicht heißen soll, dass neue Geräte sparsamer im Energieverbrauch sind. Schon kleine Entscheidungen, wie durch den Einsatz einer abschaltbaren Steckdosenleiste bzw. dem Steckerziehen von Fernseher, Computer und anderen Elektrogeräten, wenn diese nicht benötigt werden, können sich nach kurzer Zeit schon positiv bemerkbar machen. Auch beim Kauf eines neuen Gerätes kann sich das genauere Hinschauen deutlich auf der Stromrechnung bemerkbar machen. Selbst das Auswechseln der herkömmlichen Glühbirnen gegen Energiesparlampen hilft beim Stromsparen eine Menge. Trotz des oftmals teureren Anschaffungspreises, rentieren Sie sich dennoch. Denn neben dem Energiespareffekt den diese Lampen mit sich bringen, besitzen sie eine bedeutend längere Lebensdauer.

Beispiel: Eine herkömmliche Glühlampe besitzt eine durchschnittliche Lebensdauer von ca. 1000 bis 2500 Betriebsstunden und ist kostengünstig in der Anschaffung. Eine Energiesparlampe (Kompaktleuchtstofflampe) hingegen hält, je nach Fabrikat und Typ, zwischen 3000 und 15000 Betriebsstunden, kostet jedoch im Anschaffungspreis bedeutend mehr.

Bild: Wikipedia

Stromverbrauch von Geräten im Haushalt

Wie kann man nun also die wahren „Stromfresser” in seinem Haushalt ausfindig machen? Das geht recht einfach. Auf allen Geräten wird die Leistung im Betriebszustand in kW (KiloWatt) angegeben. Dieser Wert ist ein wichtiger Anhaltspunkt, wenn es darum geht, herauszubekommen, wie viel Strom dieses Gerät im Betrieb benötigt. Nimmt man nun die Leistungsaufnahme (in KiloWatt) und multipliziert diese mit der Nutzungszeit (in Stunden) so ergibt sich daraus der Stromverbrauch in Kilowattstunden (kWh).

Beispiel: Ein Wasserkocher mit 1300 Watt braucht 6 Minuten um 1,5 Liter Wasser zum Kochen zu bringen.

1300 W x 6 min (0,1h) = 130 Wh (0,13 kWh)

Das bedeutet also, dass bei den durchschnittlichen Preisen von 17 Cent pro Kilowattstunde (Stand Januar 2009) in diesem Fall Stromkosten in Höhe von rund 2,2 Cent angefallen sind.

Natürlich ist diese Rechnung nicht 100%ig genau, aber um den genauen Verbrauch der elektrischen Geräte, auch im Standby, messen zu können, benötigt man ein sogenanntes Strommessgerät. Dieses kann man sich bei vielen Energieversorgern kostenlos ausleihen, aber auch im Fachhandel bekommt man solche Messgeräte schon zu Preisen zwischen 10 und 40 Euro.

Worauf sollte ich beim Kauf von neuen Geräten achten?

Das EU-Label teilt Haushaltsgroßgeräte herkömmlich in sieben Energieeffizienzklassen – von A bis G – ein. Schauen Sie also beim Kauf von elektrischen Geräten nach diesem Label. Am besten sind dabei Geräte der Klasse A, denn diese sind besonders sparsam. Geräte der Klasse G hingegen benötigen sehr viel Strom und treiben somit die Stromrechnung in die Höhe.

Diese Einteilung wird auf dem Etikett mit farbigen Pfeilen dargestellt. Ohne dass sich Verbraucher in technische Details einarbeiten müssen, können sie hier sofort erkennen, wie energieeffizient ein Gerät ist. Eine Ausnahme stellen Kühl- und Gefriergeräte dar, für die zusätzlich die Energieeffizienzklassen A+ und A++ eingeführt wurden. Diese beiden Energieeffizienzklassen kennzeichnen Geräte, die energieeffizienter arbeiten als Geräte der Klasse A.

Leider ist es aber immer noch so, dass nicht alle Geräte mit diesem Hinweis versehen sind. Kühlschränke, Waschmaschinen und Co. gehören jedoch zu den Geräten, die mit diesem EU-Label ausgezeichnet werden müssen. Sollten Sie keine Angaben zum Energieverbrauch auf den Geräten finden, fragen Sie den Fachmann im Laden, der kann Ihnen in den meisten Fällen Aufschluss zur Energieeffizienz des Gerätes geben.

Foto: stromeffizienz.de

Bei aktuellen LCD-Fernseher kann man als Richtlinie sagen, dass je größer die Bilddiagonale des Fernsehers ist, dieser auch eine schlechtere Energieeffizienz besitzt. Es muss also nicht immer der größte Fernseher sein, den man sich ins Wohnzimmer stellt, besonders wenn man diesen nur nutzt um Nachrichten zu schauen.

Aber auch Filmfans, die nicht auf Ihre große Diagonale verzichten wollen, können bei den angebotenen Modellen vergleichen, denn auch die Hersteller achten immer mehr auf Effizienz und nutzen dies zunehmend als Verkaufsargument.

Fazit

Um die Energiekosten zu senken, reicht es nicht immer aus, nur den Stromtarif zu wechseln.

Zumeist ist es viel effizienter, wenn man zusätzlich verantwortungsbewusster mit den Geräten umgeht und beim Neukauf auf sparsamere Modelle achtet. So schont man nicht nur die Natur, sondern hat auch den ein oder anderen Euro zusätzlich in der Tasche.





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