Ratgeber Kaffeemaschinen
Kaffee macht wach, Kaffee macht munter. Für manche beginnt der Tag nicht schon mit dem Klingeln des Weckers, sondern mit einer Tasse Kaffee. Inzwischen gibt es jedoch so viele verschiedene Möglichkeiten seinen Kaffee zu zubereiten, dass einem schnell der Kopf schwirrt. Pads, Kapseln, Pulver und, und, und… In diesem Ratgeber wollen wir einen Überblick über die verschiedenen Kaffeemaschinen-Arten liefern.
Die einfachste Art einen Kaffee zuzubereiten, bieten diverse Hersteller in Form von löslichem Kaffee. Pulver in den Becher, Wasser drauf und fertig. Gegebenfalls noch mit Milch und Zucker verfeinern und dem Genuss steht nichts mehr im weg. Genuss? So manchem werden sich bei dem Wort Instantkaffee wahrscheinlich die Haare aufstellen. Für Instantkaffee können sich viele Menschen einfach nicht begeistern und bereiten ihren Kaffee daher anders zu.
Kaffeemaschine
Am gängigsten ist wohl die herkömmliche Kaffeemaschine. Diese sorgt für die halbautomatische Zubereitung von Kaffee. Halbautomatisch deshalb, weil die Maschine vor jedem Zubereiten erst einmal mit Wasser und Kaffeepulver befüllt werden muss. Das Pulver landet hierbei in eine Filtertüte aus Papier. Das Wasser wird erhitzt und tröpfelt auf die gemahlenen Bohnen. Nach dem Filtern läuft der Kaffee in eine Kanne ab und ist fertig. Kaffeemaschinen gibt es in verschiedenen Preiskategorien. Von der Funktionsweise her sind sie jedoch alle gleich.

Philips HD 7546/20
Foto: Philipps
Einfache Modelle sind bereits für unter 20 Euro bei Amazon zu finden und verrichten ihren Dienst anstandslos. Allerdings macht sich dieser niedrige Preis auch im Komfort bemerkbar. Die mitgelieferten Kannen sind meist einfache Glaskannen und lassen den Kaffee, der mit ungefähr 90 Grad Celsius gebrüht wird, schnell kühl werden. Für eine gemütliche Kaffeerunde sollte es schon eine Thermoskanne sein. Entsprechende Angebote sind zwar auch im Niedrigpreis-Sektor zu finden, allerdings muss man schon die Augen offen halten, um ein solches Angebot zu finden.
Bereits für ungefähr 50 Euro bekommt man Kaffeemaschinen mit einer Thermoskanne aus Edelstahl, wie zum Beispiel die Philips HD 7546/20. Solche Modelle sind weitaus stabiler und langlebiger als die einfachen und können gut in Büros oder von Vieltrinkern eingesetzt werden.
Pads und Kapseln
In Deutschland haben sich in den letzten Jahren mehr und mehr Pad- und Kapselsysteme verbreitet. Jeder Anbieter von Padsystemen kocht hierbei sein eigenes Süppchen, beziehungsweise brüht seinen eigenen Kaffee. Die Hersteller haben in vielen Fällen sogar Patente auf ihre Systeme angemeldet. Genau dies ist auch der größte Kritikpunkt an den Systemen. Man spricht hierbei von einem sogenannten Lock-in. Die Anschaffungskosten für die entsprechenden Maschinen sind recht gering, Die Folgekosten für Pads oder Kapseln sind teilweise wesentlich höher als bei herkömmlichem Kaffee.
Der bekannteste Vertreter der Padsysteme ist in Deutschland wahrscheinlich das Senseo-System von Philips. Die Funktionsweise ist allerdings bei allen Systemen ähnlich. In einen Kaffeeautomaten von Philips wird ein Pad eingelegt. Dieses enthält circa 7 Gramm Kaffee. Aber auch Pads mit Tee, Kakao oder Cappuccino können gekauft werden. Auf Knopfdruck kann der Kaffeeautomat bis zu zwei Tassen füllen. Viele Menschen schwören auf Pads, da man nicht erst Wasser nachfüllen muss und dann das Kaffeepulver abmessen muss. Ein weiterer Vorteil soll der stets gleich bleibende Geschmack sein.

Senseo Kaffemaschine
Foto: senso.de
Der Preis für die Pads ist recht hoch, wenn man ihn auf 500 Gramm umrechnet. Beim Discounter bekommt man eine solche Menge Kaffee teilweise schon unter 4 Euro. Eine Box mit 180 Pads kostet bei Amazon momentan rund 24 Euro. Rechnet man diese Werte in einen Preis pro 500 Gramm um, so erhält man einen Preis über 9€.
Inzwischen gibt es für die Senso-Maschinen allerdings auch alternative Pads von diversen Herstellern. Diese sind zum Teil erheblich günstiger, wie man in einem Test von Stiftung Warentest nachlesen kann. Für richtige Sparfüchse gibt sogenannte Dauerpads. Diese sind abwaschbar und man kann sie immer wieder mit Kaffeepulver auffüllen.
Kapseln funktionieren nach demselben Prinzip wie Pads. Allerdings ist der Kaffee in einem kleinen metallenen Behälter untergebracht. Am bekanntesten ist wohl das Nespresso-System.

Foto: Nespresso.com
Kaffeevollautomaten
Sind überall dort geeignet, wo schnell mal ein wohlschmeckender Kaffee gebrüht werden soll, ohne viel Aufwand dafür betreiben zu müssen. Der große Vorteil liegt in der Tatsache, dass man nicht ständig einen Filter wechseln oder Wasser nachfüllen muss. Die meisten Vollautomaten verfügen über einen Wassertank und ein Mahlwerk.
Bei vielen Geräten kann die Stärke und die Menge individuell eingestellt werden und auch Milchschaum können die meisten Vollautomaten zubereiten.

DeLonghi ESAM 6700 Prima Donna Avant
Foto: Delonghi
Kaffeevollautomaten sind im Handel ab 250 Euro erhältlich. So zum Beispiel der Spidem Villa Kaffee- / Espressoautomat. Als Kaufkriterium gilt hier das Fassungsvermögen des Wassertanks und des Bohnenbehälters. Nichts ist nerviger, als nach jeder vierten Tasse Wasser nachfüllen zu müssen.
Die absolute Oberklasse stellen Geräte wie der DeLonghi ESAM 6700 Prima Donna Avant Kaffeevollautomat dar. Solche hochklassigen Geräte sind vor allem beim Mahlen und Brühen wesentlich leiser als günstigere Modelle. Auch die Programmvielfalt ist größer. Neben Kaffee oder Espresso können entsprechende Geräte auch Latte Macchiato erzeugen.
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