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PC-Komplettsysteme – Worauf kommt es an?

21. Juli 2010 geschrieben von md Ein Kommentar


Foto: Lenovo (IdeaCenter A600)

Die Konkurrenz für Komplett-PCs ist durch die steigende Beliebtheit von Note- und Netbooks sowie Tablets größer geworden. Trotzdem sind sie lange nicht aus unserem Alltag wegzudenken. Doch was gibt es beim Kauf zu beachten?

Um es einmal juristisch zu formulieren: Es kommt drauf an! Je nach dem was man mit seinem PC vor hat unterscheiden sich die Ansprüche an die Hardware. Die meisten Hersteller deklarieren ihre PC-Komplettsysteme als PCs für den Heimanwender und versuchen ein Mittelmaß aus Preis und Leistung zu finden. Wer wirklich nur im Internet recherchiert und mit Office ein paar Briefe schreibt, braucht eigentlich nicht auf die verbaute Hardware achten, das schafft jeder modernere PC. Inzwischen kann jeder Durchschnitts-PC mit multimedialen Inhalten umgehen, doch wer diese auch erstellen möchte, hat eben andere Ansprüche. Neben Surfen, Programmieren und Fernsehen kann man mit dem PC auch Videos schneiden oder Musik machen. Wer letzteren Hobbys nachgeht, weiß um die Leistungsansprüche moderner Software. Je mehr Leistung ein PC hat, desto schneller und vor allem effizienter lässt sich mit ihm Arbeiten. Darum sollte man schon vor dem Kauf eine gewisse Vorstellung vom Einsatz des Computers haben und gezielt auf die verbaute Hardware schauen.

Gehäuse

Der erste Blick wandert auf das Gehäuse, dieses ist zwar nicht für die Leistung eines PCs ausschlaggebend, kann aber einen Einfluss auf die Kaufentscheidung haben. Das Design spielt, neben dem Platzangebot, eine große Rolle. So unterscheiden sich diese beispielsweise in Optik und Anschlussmöglichkeiten und eben auch in der Größe. Letztere ist sicher nur für versierte Bastler interessant, die ihren PC auch durch zusätzliche Laufwerke oder Festplatten erweitern möchten. Auch die Anschlüsse sind nicht zu verachten, denn so ziemlich jeder besitzt Drucker, externe Festplatten oder eine Digicam. Die alle an den PC anzuschließen, kann unter Umständen schwierig werden. Moderne Komplett-PCs besitzen darum meist mehrere USB-Anschlüsse, die sich auf Vorder- und Rückseite befinden.

Prozessor

Das Herz eines jeden PCs ist der Prozessor. Er gibt den Takt an und spielt eine wichtige Rolle wenn es um Rechenleistung und Geschwindigkeit geht. Im Bereich der PCs geben Intel und AMD die Richtung an, beide Unternehmen konkurrieren um die Gunst der Käufer. Die Leistung unterscheidet sich bei den einzelnen vergleichbaren Modellen kaum von einander, man kann hier wohl eher von einer Glaubensfrage sprechen. Sowohl Intel als auch AMD haben haben Prozessoren mit mehreren Kernen im Programm und auch die Gigahertzzahl der CPUs liegt gleich auf. Die aktuelle Modellreihe von Intel sind die Core i-Prozessoren, hier unterscheidet der Hersteller in Leistungskassen wie Core i3, Core i5 und dem Spitzenmodell Core i7. Das Flaggschiff aus dem Hause AMD heißt Phenom II. Moderne Prozessoren takten zurzeit im Bereich von 3 GHertz pro Kern, welche bei einem Highend Quad-Core-Prozessor schon 4x gerechnet werden dürfen.

Grafikkarte und Arbeitsspeicher

Die Grafikkarte ist, gerade wenn man das eine oder andere Spiel an seinem PC genießen will, nicht zu unterschätzen. In den meisten PCs kommt zwar eine leistungsstarke Karte zum Einsatz, einen Highend-Grafikchip haben diese meistens jedoch nicht. Zum Glück lassen sich Grafikkarten durch wenige Handgriffe schnell und einfach tauschen und durch entsprechend schnelle Karten , wie netzwelt.de immer wieder testet, getauscht werden. Natürlich sind auch Arbeitsspeicher und Festplattengröße entscheidend. Auch hier gilt: Viel hilft viel. Mit ein wenig Geschick und minimalen Grundkenntnissen können RAM und Festplatte schnell erweitert werden. Das hat den Vorteil, dass auch ein Komplettsystem lange aktuell bleiben und den steigenden Softwareanforderungen gerecht werden kann.

Weitere Varianten von PC-Komplettsystemen sind All-In-One PCs und sogenannte Nettops. Bei ersterem Beispiel befindet sich, anders als beim Komplett-PC, die gesamte Hardware in einem Gehäuse, das zusätzlich auch noch das Display beherbergt. Hier schmückt quasi nur ein Monitor, in dem sich Festplatte, Speicher und DVD-Laufwerk befinden, den Schreibtisch. Bestes Beispiel für einen All-In-One ist ganz klar der iMac von Apple. Die Kategorie der Nettops ist einfach ausgesprochen die kleine Variante der PC-Komplettsysteme. Hier setzen Hersteller auf Notebook-Technik, um diese Geräte klein und lautlos zu halten. Nachteil ist allerdings die geringe Leistung im Vergleich zum PC. Nettops werden daher meist nur zum Surfen im Internet oder als Server-Clients verwendet.

Wenn es nicht gerade ein Gerät von Apple sein muss, kann man im Preisvergleich bereits für weniger als 500€ einen Komplett-PC bekommen. Allerdings ist auch bei PC-Komplettsystemen eine enorme Preisspanne vorhanden und auch die Tatsache, dass ein extra Monitor benötigt wird, sollte in die Kaufentscheidung mit einfließen.





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