Megapixel gleich Bildqualität?
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Foto: © Klicker/ PIXELIO
Es ist doch in jeder Werbung zu sehen. Kameras mit 12 Megapixel oder Handykameras mit 8 Megapixel machen die besten Bilder der Welt, welche total scharf sind. Oder dass beim Heranzoomen von weit entfernten Objekten das Bild sich in seiner Qualität in keinster Art und Weise verschlechtert. Mit diesem Ratgeber versuchen wir Licht ins Dunkel zu bringen. Ist die Megapixelanzahl wirklich so ausschlaggebend für die Bildqualität?
Um diese Frage beantworten zu können, werden wir uns zunächst mit der in einer Digitalkamera befindlichen Technik beschäftigen und aufklären, inwieweit die Pixelanzahl mit der Qualität in Verbindung steht. Danach werden kurz drei neue Kameras vorgestellt. Diese decken die drei Bereiche der Fotografie ab: Seltenheitsfotografen, Hobby- sowie Freizeitfotografen und die Profifotografen.
Was sind eigentlich Pixel?
Das Wort Pixel stammt aus einem Mischmasch des englischen Fachausdrucks für Bildpunkt „Picture Cell“. Wenn man diesen Begriff ein bisschen undeutlich ausspricht, entsteht das Wort „Pixel“. Gemeint ist hier eine Einheit, die die kleinste darstellbare Bildinformation einer digitalen Rastergrafik beinhaltet. Dieser Bildinformation sind Farb- sowie Helligkeitswerte zugeordnet. Die Masse von mehreren Pixeln oder Bildpunkten ergibt ein Gesamtbild aus vielen verschiedenen Informationen.
Nun wissen wir was Pixel sind und können los laufen und uns eine tolle Kamera kaufen! Nein, halt besser noch nicht, denn was mit diesen beschriebenen Pixeln in der Werbung gemeint ist, dass wissen wir noch nicht!
Die Anzahl der Megapixel, die in den Medien so hoch angepriesen werden, sind nicht wirklich die, mit denen so scharfe Bilder erzeugt werden. Die reinen physikalischen Pixel bestehen nämlich aus den Grundfarben rot, grün und blau. Diese werden auch Subpixel genannt. Mit Hilfe des so genannten Bayer-Filters werden diese drei zu einem tatsächlichen erzeugten Bildpunkt zusammengefasst.
Welche Megapixelwerte also in der Werbung gezeigt und vermarktet werden, sind meistens die Subpixel. Also einen dreimal so hohen Wert, wie der eigentlich erzeugte Bildpunkt. Dieses nicht gerade elegante Verkaufsargument würde ich als Irrtum Nr. 1 bezeichnen.
Welche Faktoren der Bildschärfe sind noch wichtig?
Da der Schwerpunkt immer auf die Pixelanzahl gelegt wird, sollen in diesem Abschnitt weitere Kerneigenschaften für die Qualität eines Bildes aufgezeigt werden.
Ein Faktor, der neben den Bildpunkten als sehr wichtig, Experten sagen – mehr als wichtig – einzustufen ist, ist die Größe der eingebauten Chips der Bildsensoren. Diese wurden in den letzten Jahren so drastisch verkleinert, sodass Sie sich fast halbiert haben. Durch die immer größer werdende Anzahl der Megapixel werden somit mehr Pixel auf weniger Fläche untergebracht. Das hat zur Folge, dass die einzelnen Pixel viel kleiner und damit viel empfindlicher für Störungen geworden sind.
Diese beschriebenen Störungen machen sich als „Bildrauschen“ bemerkbar. Dies macht sich besonders bei dunklen Bildern bemerkbar, welche pixeliger erscheinen. Ein weiterer Knackpunkt bei weniger Platz pro Bildpunkt ist der Raum für die Aufnahme von Licht. Die Lichtempfindlichkeit verschlechtert sich bei kleinerem Bildsensor.
Nicht zu unterschätzen ist die Qualität des Objektivs. Diese lassen sich in verschiedene Kategorien einordnen. Als Laie ist hier darauf zu achten, dass das Objektiv mit der Pixelanzahl sowie dem eingebauten Bildsensor zusammenpasst. Die Hauptmessgröße für die Bestimmung der Qualität eines Objektivs ist die Brennweite. Diese gibt an, wie groß der Abbildungsmaßstab ist. Für Laien und Hobbyfotografen sind vor allen Dingen Zoomobjektive von Wichtigkeit. Mit diesen lässt sich die Brennweite manuell verändern. Dies nennt sich auch optischer Zoom.

Fotos: Canon
Das Gegenteil ist der digitale Zoom. Dieser basiert auf eine Software in der Kamera, welche mit Hilfe von Farbmittelwerten zusätzlich Bildpunkte hinzurechnet und so einen Zoom simuliert. Dieser Vorgang wird Interpolation genannt und wird nicht ohne Qualitätsverlust bewerkstelligt. Dies bedeutet also, dass der Wert des optischen Zooms mehr Aussagekraft über die Qualität besitzt, als der digitale Zoom.
Daraus folgt, dass sowohl der Bildsensor und dessen Chips zusammen mit dem Objektiv eine ebenso wichtige, wenn nicht noch wichtigere Rolle spielen, als die Anzahl der Megapixel. Die meisten Kameras besitzen eine Technik, die das Rauschverhalten unterdrückt. Hierbei spielt natürlich die Mächtigkeit der Technologie eine Rolle, was sich de facto meistens im Preis widerspiegelt. In diesem Bereich gibt es verschiedene Typen und Größen. Hier sollte man sich auf jeden Fall bei einem Kauf von einem Fachmann beraten lassen.
Bildpunkte und gute Sensorchips plus passendes Objektiv = Bildqualität!!!
Somit ist nun klar, dass die Größe der Chips des Bildsensors sowie das Objektiv eine entscheidende Wirkung auf die Qualität des Bildes besitzen. Aber auch die dazugehörige Pixelanzahl ist nicht zu vernachlässigen. Jedoch sollten Sie nicht nur auf horrende Bildpunkte achten.
Folgend sollen drei Kameras vorgestellt werden, mit denen sich qualitativ hochwertige Bild machen lassen.
Einsteigermodell: Olympus FE 280
Eine Allzweckkamera, die von einem namhaften Hersteller produziert wurde, bildet hier ein gutes Beispiel. Besonders wurde hier auf den Bildprozessor Wert gelegt sowie auf mehr Pixel verzichtet, um bessere Qualität zu erreichen. 8 Megapixel auf einem 1/2.3 ” CCD-Sensor bilden die Basis für richtig gute Bilder. Die Fe-Serie von Olympus besitzt schon länger einen guten Ruf als qualitativ hochwertige Einsteigermodelle.
Hobbyfotografen: Canon PowerShot SX120 IS
Dieses Modell ist recht preisgünstig für die Funktionen, die sie bietet. Einen großen 1/2,5-Zoll-CCD-Sensor mit 10,0 Megapixel machen qualitativ hochwertige Fotos. Das integrierte Objektiv besitzt eine Brennweite von 6,0 – 60,0 mm und ist daher auf jeden Fall zu empfehlen. In dem Artikel über diese Canon PowerShot SX120 IS sind alle Spezifikationen auf den Punkt gebracht.
Profis: Canon EOS 7D
Diese Profikamera kommt zwar erst im Oktober 2009 auf dem Markt, ist aber von den Spezifikationen her genau dir Richtige für einen Profifotografen. Die Canon EOS 7D kann Bilder mit 18 Megapixeln aufnehmen und bietet einen APS-C-CMOS-Sensor, welcher die Pixel richtig einsetzt. Der Artikel auf Preisbewertung beschreibt die genauen Spezifikationen und gibt Ihnen einen genauen Überblick über die neuen Funktionen.
Viele interessante Produktangebote für die FE-Serie, die Canon PowerShot SX120 IS sowie die Canon EOS 7D finden Sie im Produktportfolio bei Amazon.
Wenn Sie die in den Artikeln aufgezeigten Eigenschaften der vorgestellten Kameras auch beim Kauf einer solchen beachten, sind Sie gut ausgerüstet. Sie sollten aber vor allen Dingen darauf achten, dass Sie eher bekannte Hersteller bevorzugen, wie beispielsweise Kodak, Canon, Casio, Olympus und so weiter.
Diese Ratschläge sollten natürlich ebenso bei Handys mit Kameras beachtet werden. Denn auch hier ist auszuloten, inwieweit der Bildsensor qualitätsmäßig geeignet ist. Auch in diesem Bereich wird oft mit großen Pixelzahlen geworben, wobei die Qualität der Bilder auf der Strecke bleibt. Wer also besonders darauf Wert legt, ein Handy mit einer guten bis sehr guten Kamera zu kaufen, sollte dementsprechend vergleichen.

Foto: Zeiss
Unser Rat: Bei teuren Kameras unbedingt sehr sorgfältig prüfen, ob die Kamera gute Fotos macht. Am besten selbst Hand anlegen und erst einmal ein paar Aufnahmen machen. Danach fachmännischen Rat über die angesprochenen Merkmale einholen und mehrere Kameras vergleichen. Dies gilt natürlich auch für die Einsteigerkameras und den Hobbyfotografen. In diesem Ratgeber ging es auch hauptsächlich um die Frage, ob die Pixelanzahl entscheidend ist. Achten Sie nicht nur auf Qualität der Fotos, sondern auch auf Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit der Kamera.
Das Titelbild stammt aus dem freien Mediaportal PIXELIO und wurde erstellt von © Klicker/ PIXELIO.






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