Lichterketten und Spielzeuge im Test mangelhaft

Lichterketten und Spielzeuge im Test mangelhaft

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lichterketten-test

Der TÜV hat einen Monat vor Weihnachten die angebotenen Lichterketten in niederländischen Geschäften genauer unter die Lupe genommen und die Sicherheit dieser überprüft. Das Urteil ist erschreckend und lässt sich auch auf Deutschland übertragen.

Letzte Woche hab ich bei einem Discounter einen 9 Meter langen Leuchtschlauch für knapp 10 Euro gekauft. Dabei habe ich mich nur gefragt wie hoch wohl der Stromverbrauch dieser Kette ist. Nachdem ich den Testbericht des TÜV Rheinland gelesen habe, mache ich mir nun eher Sorgen um die Sicherheit. Denn dreiviertel der getesteten Lichterketten weisen demnach „gravierende Sicherheitsmängel“ auf.

In genaueren Zahlen sah der Test so aus: 32 von 42 Lichterketten fielen durch, drei davon gefährden den Anwender mit dem Risiko eines Stromschlags und eine Kette erreichte bei der Benutzung 250 (zweihundertfünfzig!) anstatt der erlaubten 90 Grad Celsius. Neben diesem extremen Ergebnis sind auch weitere Ketten deutlich zu warm geworden. An diesem Punkt stellt sich für mich beiläufig dann doch noch einmal die Frage nach dem Stromverbrauch, wenn solche Temperaturen erreicht werden. Ansonsten war ein weiterer häufiger Mangel die falsche oder fehlerhafte Angabe von Sicherheitsanweisungen.

TUEV_Rheinland

Bild: Logo TÜV Rheinland

Übertragen lassen sich die Ergebnisse auf Lichterketten des deutschen Marktes deshalb, weil die chinesischen Produkte von dem Importeuren überall in Europa vertrieben werden. Die Ketten, die über das Internet vertrieben und getestet wurden, sind übrigens alle durchgefallen. Vom TÜV wird empfohlen, beim Kauf von Lichterketten auf das GS-Prüfzeichen zu achten. Außerdem sollte die Packungsangabe verständlich und mit vollständigen Herstellerangaben versehen sein. Absolutes Ausschlusskriterium nach dem Test sei zudem ein Verkaufspreis von unter fünf Euro. Wer sich nun unsicher vor dem nächsten Lichterkettenkauf fühlt, sollte sich die Tipps zu Kauf und Gebrauch vom TÜV Rheinland anschauen.

Auch bei Spielzeug mit einem Preis bis zu 10 Euro im normalen Handel  wurden erhebliche Mängel festgestellt. 21 von 31 Spielzeugen entsprachen nicht einmal den gesetzlichen Mindestvorschriften.

Gesundheitsgefährdende Weichmacher wurden in zehn festgestellt, bei sechs lösten sich verschluckbare Kleinteile und bei einem wurde sogar Abfall (Drahtfedern, Kork, Metall) im Stoffkörper gefunden. Insgesamt seien die vielen fehlenden Kennzeichnungen, Warnhinweise und Anschriften zwar nicht unmittelbar sicherheitsrelevant, lassen aber auf die Sorgfaltspflicht des Herstellers schließen.

Der TÜV appelliert an die Verbraucher, beim Kauf von Spielzeug vermehrt auf einen nachhaltigen Konsum zu achten und lieber ein gutes als mehrere billige Spielzeuge zu kaufen. Denn neben der Gefahr für die Gesundheit sind häufig die Umwelt- und Sozialstandards bei der Produktion etwa „so niedrig wie der Preis“. Daher sollte man sich über die Spielsachen, für die man sich als Geschenk interesssiert, immer gut informieren.

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