Fotostative: Darauf solltet Ihr beim Stativkauf achten

Fotostative: Darauf solltet Ihr beim Stativkauf achten

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Welches Stativ für Fotografie?

Wenn Ihr als begeisterte Fotografinnen und Fotografen auf der Suche nach einem Fotostativ seid, habt Ihr die Qual der Wahl. Sowohl im Internet als auch in Elektronikfachmärkten und Fotogeschäften gibt es eine schier unübersehbare Zahl von Angeboten mit den unterschiedlichsten Merkmalen und technischen Daten. Um Euch die Kaufentscheidung etwas zu erleichtern, findet Ihr hier einen Überblick über die wichtigsten Punkte, die Ihr beim Stativkauf im Blick behalten solltet. Hinweise zu den Vor- und Nachteilen bestimmter Stativbauformen und -materialien gehören ebenso dazu wie Informationen darüber, welche Stative sich für welchen Einsatzzweck eignen.

Fotostative

Die richtige Arbeitshöhe: Wie hoch muss Euer Stativ sein?

Eines der wichtigsten Auswahlkriterien für ein Fotostativ ist die Arbeitshöhe. Um auch über längere Zeit hinweg bequem damit arbeiten zu können, sollte das Stativ so hoch sein, dass Ihr durch den Sucher der darauf befestigten Kamera blicken könnt, ohne dabei in die Knie gehen oder Euch bücken zu müssen. Falls Ihr gelegentlich auch in Bodennähe fotografieren wollt, beispielsweise bei der Makrofotografie, sollte das Stativ natürlich auch eine solche Kameraposition ermöglichen. Bei guten Allround-Stativen ist die Mittelsäule daher wenigstens drehbar und lässt sich auch umgekehrt in der Halterung befestigen. Alternativ kann im Lieferumfang auch eine zusätzliche, extrem kurze Mittelsäule enthalten sein.

Das Ausrüstungsgewicht: Was muss das Stativ tragen können?

Mindestens ebenso wichtig wie die Arbeitshöhe ist die maximale Belastbarkeit eines Fotostativs. Um die Suche von vornherein etwas einzugrenzen, solltet Ihr deshalb zunächst einmal das Gewicht Eurer Ausrüstung ermitteln. Vergesst dabei neben der Kamera und dem Objektiv auch nicht das Blitzgerät und rundet das Gesamtgewicht sicherheitshalber ruhig etwas auf. Falls Ihr mit unterschiedlichen Kamerabodys und Objektiven arbeitet, sollte die Gewichtsbestimmung natürlich jeweils mit dem schwersten Exemplar durchgeführt werden, das Ihr für Stativaufnahmen verwendet.

Welches Stativmaterial solltet Ihr wählen?

Fotostative werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile haben. Welches für Euch das beste Material ist, hängt vor allem davon ab, wo und wie häufig Ihr Euer Stativ nutzt. Holz ist als Material für Stativbeine zwar relativ schwer, gleichzeitig aber auch besonders stabil. Zudem zeichnet es sich durch sehr gute Dämpfungseigenschaften aus. Holzstative sind deshalb ideal für die professionelle Studiofotografie sowie für aufwendigere Außenaufnahmen. Wird das Stativ hingegen öfters über längere Strecken getragen, empfehlen sich dafür leichtere Materialien wie Aluminium, Basalt oder Carbon. Aluminium ist nicht nur leicht, sondern auch stabil und robust gegenüber mechanischen Beanspruchungen. Basalt ist sogar noch etwas leichter als Aluminium und reagiert ebenfalls relativ unempfindlich auf mechanische Belastungen. Carbon zeichnet sich durch Leichtigkeit und Stabilität aus, kann aber splittern, wenn es zum Beispiel auf einen scharfkantigen Stein fällt.

Worauf es bei der Bauweise von Fotostativen ankommt

Neben dem Material der Stativbeine spielt auch deren Konstruktion eine wichtige Rolle. Bestehen die Beine aus relativ vielen Segmenten, die sich teleskopartig ineinanderschieben beziehungsweise auseinanderziehen lassen, dann ist das Transportmaß des Stativs in der Regel sehr gering. Ein solches, beim Transport besonders handliches Stativ hat allerdings oft den Nachteil, dass die untersten Beinsegmente einen relativ geringen Durchmesser aufweisen, was die Stabilität beeinträchtigen kann. Um Unterschied dazu stehen Stative, bei denen die Mittelsäule durch Querverstrebungen mit den einzelnen Stativbeinen verbunden ist, meist besonders stabil. Bei hochwertigen Stativen lässt sich zudem der Anstellwinkel jedes einzelnen Beines separat verstellen.
Das ist in vielen Situationen hilfreich, allerdings meist auch mit einem höheren Preis sowie mehr Gewicht und mehr Zeitaufwand für das Aufbauen des Stativs verbunden. Besonders schnell auf- und abbauen lassen sich Stative mit Schnellspannverschlüssen, wobei sowohl Knebel- als auch Drehverschlüsse infrage kommen.

Weitere Ausstattungsmerkmale: Was ist empfehlenswert?

Neben Material, Maßen und Bauweise gibt es noch weitere Ausstattungsmerkmale, durch die sich die verschiedenen Fotostative voneinander unterscheiden und die sich in bestimmten Situationen als besonders vorteilhaft erweisen können. So sind bei der Architekturfotografie und für Panoramaaufnahmen sogenannte Nivellierlibellen sehr hilfreich. Die „Wasserwaagen“ erleichtern das exakte Ausrichten der Kamera in der horizontalen beziehungsweise vertikalen Ebene. Stativfüße mit einer Wechselmöglichkeit zwischen Gummibelag und Spikes sind nützlich, wenn Ihr mit Eurem Stativ sowohl im Freien als auch in Innenräumen arbeiten wollt. Ein beliebtes Feature von Reisestativen sind umklappbare Stativbeine, die das Transportmaß deutlich reduzieren. Schließlich solltet Ihr auch dem Stativkopf genügend Aufmerksamkeit widmen. Stativsets, bei denen ein Stativkopf bereits enthalten ist, sind für viele Einsteiger eine gute und preisgünstige Wahl. Falls Ihr jedoch Eure Fotoausrüstung im Laufe der Zeit noch erweitern wollt, solltet Ihr Euch lieber für einen abnehmbaren Stativkopf entscheiden, den Ihr nach Euren individuellen Anforderungen auswählt.

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