Amazon: Kindle und E-Books in den USA erfolgreich

Foto: Amazon
Immer mehr Amerikaner lesen Bücher digital. Amazon verkauft in den USA nach eigenen Angaben inzwischen mehr E-Books als Hardcover-Bücher. Als Grund für diese Entwicklung nennt die Firma die Preissenkung für den E-Book Reader Kindle.
Amazon rührt kräftig die Werbetrommel für seinen E-Book Reader. Gestern gab der Online-Versandhändler bekannt, dass trotz steigender Verkaufszahlen bei Büchern aus Papier die E-Books erstmals erfolgreicher waren. In den letzten drei Monaten kamen bei Amazon in den USA auf 100 verkaufte Bücher 143 verkaufte E-Books, im letzten Monat waren es sogar 180. In der ersten Jahreshälfte 2010 wurden gegenüber 2009 mehr als dreimal so viele E-Books für den Kindle verkauft.
Amazon-Chef Jeff Bezos erklärt diese Entwicklung damit, dass der Preis für den Kindle im Juni 2010 von 259 auf 189 Dollar gesenkt wurde. Seitdem hätten sich die Verkäufe des Lesegeräts verdreifacht. Was sicherlich auch für zum US-Erfolg des Kindle beiträgt, ist das wachsende Angebot an E-Books: Amazon führt mittlerweile mehr als 630.000 digitale Bücher, von denen mehr als 510.000 für 9,99 Dollar oder weniger zu haben sind.
Die Kunden in Deutschland müssen sich aber nach wie vor gedulden. Bislang können der Kindle und das größere Modell Kindle DX nur auf den US-Seiten des Onlinehändlers bestellt werden. Das führt zu Extra-Kosten für Versand und Zoll. Der größte Wermutstropfen ist aber, dass passende E-Books weiterhin fast ausschließlich auf Englisch zu bekommen sind.
Da stellt sich trotz der Erfolgsmeldungen von Amazon die Frage nach Alternativen. Viele E-Book Reader sind schon für weitaus weniger Geld erhältlich. So zeigt der Preisvergleich, dass die ersten bereits ab 116 Euro erhältlich sind.








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